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08. Mai 2026

IVD-Preisspiegel Baden-Württemberg: Preisanstiege für Wohnimmobilien verlangsamen sich, höchste Zuwächse bei Eigentumswohnungen in Pforzheim und Mannheim

IVD-Preisspiegel Baden-Württemberg: Preisanstiege für Wohnimmobilien verlangsamen sich, höchste Zuwächse bei Eigentumswohnungen in Pforzheim und Mannheim

Der IVD Süd hat am 8. Mai 2026 den Preisspiegel Wohnimmobilien Baden-Württemberg Frühjahr 2026 vorgestellt. Nach einer Phase der Stabilisierung zeigt sich der Wohneigentumsmarkt in einer Seitwärtsbewegung mit leicht positiver Preistendenz.

Wohneigentumsmarkt stabilisiert sich

Die Nachfrage nach Bestandsimmobilien hat sich seit Herbst 2024 deutlich belebt, besonders bei energetisch sanierten Objekten und Eigennutzung. Die zunächst anziehenden Preise verlieren jedoch an Dynamik. Steigende Zinsen und geopolitische Konflikte verstärken die Vorsicht der Marktteilnehmer.

Bei Eigentumswohnungen verzeichnen Pforzheim (+2,5%) und Mannheim (+2,2%) die stärksten Preiszuwächse im Halbjahresvergleich. Moderater fielen die Anstiege in Freiburg (+1,2%), Ulm (+1,1%) und Reutlingen (+0,6%) aus. Stuttgart, Karlsruhe und Heilbronn zeigen stabile Preise, während Heidelberg eine leicht abschwächende Tendenz aufweist.

Langfristige Preisentwicklung

Trotz der Preiskorrektur nach der Zinswende 2022 legten Wohnimmobilien in der 10-Jahresbetrachtung stark zu. Die höchsten Zuwächse zeigten neue Eigentumswohnungen (+52%) und Baugrund für Einfamilienhäuser (+48%). Bei Eigentumswohnungen aus dem Bestand führt Freiburg mit +62% vor Karlsruhe und Ulm (je +55%).

Mietmarkt: Mehr Angebot ohne Entspannung

Die Wohnungsmieten stiegen im Halbjahresvergleich um durchschnittlich 0,7%. Freiburg (+2,7%), Mannheim (+1,8%) und Pforzheim (+1,1%) zeigen die stärksten Anstiege. Das Mietangebot stieg landesweit um 12% im ersten Quartal 2026.

Dieser Anstieg resultiert jedoch nicht aus zusätzlichem Wohnraum. Seit der Zinswende werden ursprüngliche Verkaufsobjekte zur Miete angeboten. Gleichzeitig verlängern sich Vermarktungszeiten bei hochpreisigen oder sanierungsbedürftigen Wohnungen. Die teurere Finanzierung hält viele Haushalte im Mietmarkt.

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